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Nina Heidt-Sommer und Dr. Daniela Sommer besuchen Tagespflegestätte Biebertal

Die SPD-Landtagsabgeordnete Nina Heidt-Sommer hat gemeinsam mit der gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Daniela Sommer, und dem SPD-Ortsverein Biebertal die Tagespflegestätte Biebertal besucht. Positivbeispiel für gutes und geselliges Altwerden auf dem Land.

Vergessen, einsam, die Pflegekraft als einziger sozialer Kontakt. Ein Alptraum, den viele fürchten, wenn sie an das Älterwerden denken. Nicht so in Biebertal. Die von der Gemeinde seit mittlerweile seit 30 Jahren betriebene Tagespflegestätte ist schon lange zum sozialen Treffpunkt geworden. Es wird zusammen geschwätzt, gekocht und einfach eine gute Zeit verbracht. Dabei sind viele, aber nicht alle pflegebedürftig, die das Angebot wahrnehmen. 

Grund genug für die örtliche SPD-Abgeordnete Nina Heidt-Sommer und die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Daniela Sommer, gemeinsam mit dem SPD-Ortsverein Biebertal die Einrichtung zu besuchen und sich über die gemachten Erfahrungen auszutauschen. Im Gespräch mit Biebertals Bürgermeisterin Patricia Ortmann und der stellvertretenden Pflegedienstleitung Heike Möller erfuhren die beiden Abgeordneten viel über die Geschichte und anfänglichen Probleme der Tagespflegestätte. So sei es am Anfang nicht einfach gewesen, die älteren Menschen für die Einrichtung zu begeistern, da solche Angebote „noch nicht üblich“ waren. Inzwischen sei davon aber nichts mehr zu spüren. Stattdessen betreibe man inzwischen sogar einen Seniorenbus, der die älteren Menschen nicht nur zum Einkaufen fährt, sondern regelmäßig die Möglichkeit bietet, sich über Neuigkeiten auszutauschen und neue Bekanntschaften zu knüpfen.

„Mich hat vor allem die fröhliche Stimmung beeindruckt, die sofort zu spüren war, als man zur Tür hereinkam“, resümiert Heidt-Sommer. „Wir brauchen mehr solcher Angebote, die unabhängig von Pflegegrad und in der Nähe wohnenden Angehörigen ein geselliges Altwerden ermöglichen,“ so Heidt-Sommer weiter.

Aber auch für pflegende Angehörige ist die Tagespflegestätte eine große Entlastung. Ein großes Bad mit Badewanne ermöglicht Grund- und Behandlungspflege und entlastet somit die Angehörigen zuhause. Diese können zudem guten Gewissens die Verantwortung eine Zeit lang in gute Hände abgeben und sich auch einmal anderen Dingen widmen oder schlichtweg ihrer Arbeit nachgehen.

Gesprochen wurde auch über Probleme. So wurde das Fehlen von Angeboten für betreutes Wohnen in Biebertal beklagt. Aber vor allem sei die denkmalgeschützte alte Schule, in der die Tagespflegestätte derzeit untergebracht ist, zwar barrierefrei, aber brandschutztechnisch problematisch. Bürgermeisterin Ortmann berichtete, dass man derzeit dabei sei, auf eine Containeranlage, die als Zwischenlösung hinter die Feuerwehr in Fellingshausen gesetzt werden soll, auszuweichen. Aber schon der Weg zu dieser Lösung sei durch so viel Vorplanung und Gutachten nicht gerade einfach gewesen. Dabei ist für Ortmann klar: „Langfristig bedarf es eines Neubaus für die Tagespflegestätte. Ideal wäre ein Mehrgenerationenhaus, in dem auch eine Kindertagesstätte integriert wäre. Nur wie sollen Kommunen das aus eigener Kraft bezahlen? Da fehlt die Unterstützung von Land und Bund.“

Heidt-Sommer und Dr. Sommer dankten allen Beteiligten für den anregenden Einblick und versprachen sich für eine Stärkung solcher Angebote politisch einzusetzen.